Gibt es „schlechte“ und „ gute“ Karten?

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Im Deck der Lenormand Karten finden wir Karten denen eine eher positive bzw. negative Bedeutung zugewiesen wird. Aber ist diese Affirmation wirklich richtig? Jede Karte muss, bei der Auslegung einer Großen Tafel, immer im Kontext mit dem Haus in dem sie liegt und den umliegenden Karten gedeutet werden. In diesem Zusammenhang, kann eine eher negativ anmutende Karte, durchaus eine positive Aussage bzw. eine positive Karte eine negative Aussage hervorbringen.

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Nehmen wir mal die Karte Nr. 31 die Sonne. Diese Karte ist die höchste Glückskarte, sie steht für großes Glück, viel Freude und Energie. Im Zusammenhang mit dem Fuchs kann sie aber auf eine falsche Freude oder eine falsche Sichtweise hinweisen. Liegt die Sonne in direkter Verbindung mit dem Sarg zeigt sich eine starke Einschränkung der Energie oder Lebensfreude. Hier bekommt eine sehr positive Karte also eine negative Richtung.

Schauen wir uns wir mal die Karte Nr. 8 der Sarg an. Diese Karte hat mit ihrer allgemeinen Bedeutung „größter Kummer, Leid, Abschied, Stillstand“ nicht gerade eine freundliche Bestimmung. Aber auch hier kann sich eine erst einmal negative Grundbedeutung durchaus als weniger schlecht zeigen. Weist ein Kartenbild insgesamt auf schlechtes Gerede (z.B. Mobbing) hin, kann der Sarg hier ggf. einen zu erwartenden Stillstand aufzeigen. Die Entwicklung wäre also nicht negativ sondern durchaus positiv zu bewerten.

Wir müssen also immer das gesamte Kartenbild in Augenschein nehmen, um den Karten eine gute oder schlechte Bestimmung zu geben. Es gibt also keine grundsätzliche Richtungszuweisung.

Gudrun Engel

 

Bild: Vera Mintken